AUSSCHREIBUNG Seminar Netzwerke auf Augenhöhe - 05.03.–07.03.2010

Politisch, engagiert, selbstbewusst:

Gremien- und Lobbyarbeit der Netzwerke im Aidshilfe-Kontext

 
Den vielfältigen Lebens- und Interessenlagen entsprechend haben sich im Aidshilfe-Kontext verschiedene Selbsthilfe-Netzwerke entwickelt. Sie leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Aidshilfe-Arbeit, sondern bilden zugleich eine Legitimationsbasis der DAH in ihrer Funktion als Interessenvertretung der von HIV bedrohten und betroffenen Menschen.

Wer sich für die Mitarbeit in einem Netzwerk interessiert oder wer bereits einem Netzwerk angehört und überlegt, sich dort noch stärker zu engagieren, ist herzlich zu diesem Seminar eingeladen: Es ermöglicht eine qualifizierte Vorbereitung auf die Lobbyarbeit in Gremien und allen gesellschaftspolitischen Ebenen. Es gilt die Rolle als Netzwerkvertreter/in selbstbewusst und „auf gleicher Augenhöhe“ mit den übrigen Akteur(inn)en des DAH-Verbandes ausfüllen zu können. Was in dieser Funktion erreicht wird, kommt wiederum der Selbsthilfe zugute: Es steigert ihre Attraktivität, motiviert zum (verstärkten) Mitmachen und erhöht so ihre Wirkungskraft.

Leben mit HIV und Aids heute

Wir dokumentieren im folgenden einen Text von Silke Eggers und Stefan Timmermanns von der Deutschen AIDS-Hilfe. Silke ist dort Referentin für soziale Sicherung und Pflege, Stefan ist Referent für Menschen mit HIV und Aids. Der Beitrag wurde unter dem Titel "'Normal' leben mit HIV und Aids" in einer gekürzten Fassung auch in der Zeitschrift Forum Sozialarbeit + Gesundheit veröffentlicht.

HIV und Aids ist ein Thema, dass sich in den letzten Jahren stark gewandelt hat. Vieles hat sich zum Positiven verändert, trotzdem kann die Krankheit nach wie vor sowohl aus medizinischer Sicht als auch bzgl. der sozialen Absicherung eines Menschen mit großen Schwierigkeiten verbunden. Die Bilder, die von der Krankheit in den Medien gezeichnet werden, spiegeln die Vielfalt dessen, was eine HIVInfektion oder Aids-Erkrankung für das Individuum bedeuten kann, nicht wider und vernachlässigen häufig die positiven Entwicklungen. Und dennoch: Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit HIV/Aids findet auch in unserer Gesellschaft immer noch statt.

Treffen von Netzwerk plus 2010 - Wer will sich an ihrer Vorbereitung beteiligen?

Netzwerk plus organisiert vier Treffen im kommenden Jahr, alle werden in Berlin stattfinden. Für die Netzwerktreffen 2010 haben wir uns bei unserem letzten Treffen in Kassel auf folgende Termine und Schwerpunktthemen geeinigt:

  •  Gesundheitskarte (19.-21.02.10)
  •  Kriminalisierung (04.-06.06.10)
  •  HIV/Aids und Religionen (17.-19.09.10)
  •  "Klientelisierung" von Menschen mit HIV/Aids (10.-12.12.10)

Bitte beteiligt Euch an unseren Aktivitäten und nehmt Einfluss auf die Arbeit von Netzwerk plus! Wir freuen uns über interessierte Menschen mit HIV/Aids, die an unseren Netzwerktreffen teilnehmen, Themen einbringen und sich an ihrer Umsetzung aktiv beteiligen. Beteiligt Euch an der Ausformulierung der Themenschwerpunkte, an der Entscheidung über ReferentInnen und an der weiteren inhaltlichen Vorbereitung der Treffen! Habt Ihr ein politisches Thema, das Euch besonders beschäftigt? Setzt es bei uns auf die Tagesordnung! Die Kontaktaufnahme mit uns ist über das Kontaktformular unserer Internetseite www.netzwerkplus.aidshilfe.de möglich.

Die Perspektiven von Menschen mit HIV/Aids in die Planung von Prävention einbeziehen

Der nachstehende Beitrag wurde auf der neuen Internetseite zur PoBe 2010, Positive Begegnungen 2010 Konferenz zum Leben mit HIV und Aids veröffentlicht.

Die Positiven Begegnungen in Stuttgart haben unter anderem den Auftrag erteilt, dafür Sorge zu tragen, dass die Perspektiven betroffener Frauen und Männer in die Prävention einbezogen werden. Aber was ist die Perspektive?

HIV-Therapie und Prävention

Positionspapier der Deutschen AIDS-Hilfe e.V (DAH) - April 2009

Durch die antiretrovirale Therapie wird nicht nur die Lebenserwartung von Menschen mit HIV und Aids deutlich erhöht, sondern auch das Ansteckungsrisiko deutlich vermindert.

Aids und Armut – ein vernachlässigter Zusammenhang!

Netzwerk plus ticker #7

Berlin, 25.08.2008. Von HIV und Aids betroffen zu sein bedeutet, wie bei kaum einer anderen Infektionskrankheit, ein überdurchschnittliches Risiko, einen wirtschaftlichen Abstieg hinnehmen und von Sozialtransfer-Leistungen leben zu müssen.

Die Mehrzahl der Menschen mit HIV und Aids wird von der Krankheit in jungen Jahren getroffen, in denen Gesunde Vermögen aufbauen und für ihr Alter vorsorgen. Dank der verbesserten Lebenserwartung steigt auch die Zahl älterer Menschen mit HIV und Aids. Viele HIVPositive werden bis an ihr Lebensende auf Hartz IV oder Grundsicherung angewiesen sein.