Konrad Lutz Preis
Ein Kunst-Wettbewerb für Menschen mit HIV und Aids
Im Jahr 1998 hat die Deutsche Aidshilfe, darunter Uli Meurer, mit Unterstützung des Pharmaunternehmens ViiV Healthcare GmbH (damals Glaxo Wellcome) einen neuen Wettbewerb ins Leben gerufen.

Das Ziel: HIV-Positive und Aids-Kranke sowie Menschen aus ihrem direkten Umfeld sollten ihre Gefühle, Ängste und Wünsche in Bezug auf das Leben mit HIV und Aids in unserer heutigen Gesellschaft ausdrücken. Möglichst unmittelbar. Deshalb hat man sich für einen Gestaltungswettbewerb entschieden, der ohne Worte auskommen sollte.
Der Wettbewerb wurde Konrad Lutz Preis getauft, in Anlehnung an den Münchner Filmemacher, der sich u. a. durch sein langjähriges Engagement bei der Münchner Aidshilfe ausgezeichnet hat. Konrad Lutz kannte die Probleme, denen HIV-Infizierte und an Aids Erkrankte täglich begegnen, aus eigener Erfahrung: 1984 wurde bei ihm HIV diagnostiziert. 1990 starb er im Alter von 35 Jahren an Aids. Mit seinem Film „Coming Out“ von 1988 unterstützte er die Protestaktionen gegen den damals greifenden Aids-Maßnahmenkatalog der bayerischen Staatsregierung. "Coming Out" ist die filmische Dokumentation des 2. Europäischen Treffens HIV-Positiver und Aids-Kranker an Pfingsten 1988 in München.
Mittlerweile liegt die Initiative „Konrad Lutz Preis“ in den Händen von „Netzwerk plus, das bundesweite Netzwerk der Menschen mit HIV und Aids“, Berlin, und dem Unternehmen ViiV Healthcare GmbH, München.
Zur Dokumentation der bisher eingesandten Arbeiten der Ausschreibungen seit 1998 hat Netzwerk plus diese Seite eingerichtet.
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