DAH

Zusammenarbeit von Netzwerk plus mit der Deutsche AIDS-Hilfe e.V.

Die DAH ist der Dachverband der ca. 120 regionalen Aids-Hilfen in Deutschland. Diese betreiben strukturelle Prävention und Gesundheitsförderung im Bereich HIV/Aids und anderer sexuell übertragbarer Krankheiten (STD) mit den und für die besonders von diesen Krankheiten bedrohten und betroffenen Gruppen.

Das Konzept der strukturellen Prävention besteht aus

  • Primärprävention (= Arbeit, um Infektionen zu vermeiden), weil man weiß, dass eine Infektion ein gesundheitlicher Schaden ist und auch andere dadurch gefährdet werden;
  • Sekundärprävention, weil man nicht will, dass Infizierte krank werden; und
  • Tertiärprävention, weil man nicht will, dass es den Kranken schlecht geht.

Leben mit HIV und Aids heute

Wir dokumentieren im folgenden einen Text von Silke Eggers und Stefan Timmermanns von der Deutschen AIDS-Hilfe. Silke ist dort Referentin für soziale Sicherung und Pflege, Stefan ist Referent für Menschen mit HIV und Aids. Der Beitrag wurde unter dem Titel "'Normal' leben mit HIV und Aids" in einer gekürzten Fassung auch in der Zeitschrift Forum Sozialarbeit + Gesundheit veröffentlicht.

HIV und Aids ist ein Thema, dass sich in den letzten Jahren stark gewandelt hat. Vieles hat sich zum Positiven verändert, trotzdem kann die Krankheit nach wie vor sowohl aus medizinischer Sicht als auch bzgl. der sozialen Absicherung eines Menschen mit großen Schwierigkeiten verbunden. Die Bilder, die von der Krankheit in den Medien gezeichnet werden, spiegeln die Vielfalt dessen, was eine HIVInfektion oder Aids-Erkrankung für das Individuum bedeuten kann, nicht wider und vernachlässigen häufig die positiven Entwicklungen. Und dennoch: Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit HIV/Aids findet auch in unserer Gesellschaft immer noch statt.

Die Perspektiven von Menschen mit HIV/Aids in die Planung von Prävention einbeziehen

Der nachstehende Beitrag wurde auf der neuen Internetseite zur PoBe 2010, Positive Begegnungen 2010 Konferenz zum Leben mit HIV und Aids veröffentlicht.

Die Positiven Begegnungen in Stuttgart haben unter anderem den Auftrag erteilt, dafür Sorge zu tragen, dass die Perspektiven betroffener Frauen und Männer in die Prävention einbezogen werden. Aber was ist die Perspektive?

HIV-Therapie und Prävention

Positionspapier der Deutschen AIDS-Hilfe e.V (DAH) - April 2009

Durch die antiretrovirale Therapie wird nicht nur die Lebenserwartung von Menschen mit HIV und Aids deutlich erhöht, sondern auch das Ansteckungsrisiko deutlich vermindert.

Schreiben von Netzwerk plus an Eugen Emmerling

 

Herrn
Eugen Emmerling

Berlin, 17. Dezember 2007

Rücktritt vom Amt des DAH-Bundesvorstands

Lieber Eugen,

während unseres letzten Netzwerktreffens vom 23.-25.11.07 hat Netzwerk plus über Deinen Rücktritt vom Amt des Bundesvorstands der Deutschen AIDS-Hilfe e.V. diskutiert.

Wir bedauern Deine Entscheidung sehr. Wir haben Dich als jemanden schätzen gelernt, der an herausragender Stelle im Bundesverband für die Interessen der Menschen mit HIV und Aids in Politik und Gesellschaft eingetreten ist, der nicht nur passiv beobachtet, sondern bei aktuellen Entwicklungen an den entscheidenden Stellen kritisch und engagiert hinterfragt hat, und – wenn es nötig war – entschieden und direkt interveniert hat.

Gemeinsam gegen Aids – gemeinsam für Menschen mit HIV.

Das Leitbild der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.

Präambel

Die im Folgenden vorgestellten Leitsätze der Deutschen AIDS-Hilfe fassen Grundsätze, Werte und Haltungen zusammen, denen die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DAH-Mitgliedsorganisationen, der Landesverbände und der Bundesgeschäftsstelle sowie die Mitglieder der Verbandsgremien verpflichtet sind und an denen sie sich im Umgang mit den sich ständig verändernden Herausforderungen durch HIV und Aids orientieren. Die Leitsätze wurden am 6.10.2007 von der DAH-Mitgliederversammlung verabschiedet; sie werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls an veränderte Bedingungen angepasst.Gemeinsam gegen Aids – gemeinsam für Menschen mit HIV.

“Schreibtischtäter” — Aids-Hilfe-Aktivist Rainer Schilling wird Rentner

Der berühmte Schreibtisch ist schon Geschichte. Jahrelang stapelte Rainer Schilling darauf Studien, Fachzeitschriften, Bücher und Broschüren, als hätte die Deutsche Aids-Hilfe kein Geld für Regale. Die Stapel wuchsen in die Höhe und wuchsen zusammen, bis der ganze große Schreibtisch ein einziger Ausgrabungsort wurde. Wenn Rainer Schilling etwas suchte, wirkte er immer etwas raschelig, wie das Papier, in dem er gerade wühlte, schien in der Tiefe aber ganz ruhig zu sein. Oder war es umgekehrt?

NETZWERKE: SPRACHROHRE DER SELBSTHILFE IM DAH-VERBAND

von Ricardo Schulze und Thomas Wilde, Sprecher des DAH-Delegiertenrates

Zu Beginn der Aids-Ära in Deutschland in den frühen 1980er Jahren waren fast ausschließlich schwule Männer von HIV und Aids betroffen. Rasch kamen jedoch weitere Gruppen hinzu: erst Drogengebraucher/innen, dann heterosexuell infizierte Frauen und Männer, schließlich Migrantinnen und Migranten aus den südlich der Sahara gelegenen Hochprävalenzländern. Was diese Menschen verbindet, ist im Grunde nur die Infektion oder die Bedrohung durch das Virus, denn wie sie damit umgehen und auf welche Ressourcen sie dabei zurückgreifen können, ist – abhängig von ihren Lebensverhältnissen – sehr unterschiedlich: Ein gut situierter schwuler Mann beispielsweise kann mehr für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden tun als ein auf der Szene lebender Junkie oder eine allein erziehende Mutter mit schmalem Einkommen; und ein afrikanischer Migrant mit ungesichertem Aufenthaltsstatus hat noch einmal ganz andere Sorgen und Nöte als jemand mit deutschem Pass. Hinzu kommt die Unterschiedlichkeit der Lebensstile, der kulturellen Prägungen, der Normen und Werte.

Stellungnahme der DAH zur Resolution des 120. Positiventreffens im Waldschlösschen

                                                                                                                            Rundbrief 14/2007


Abteilung 1
Menschen mit HIV und Aids/MSM
Dirk Hetzel/Dr. Dirk Sander
Fon 030 69 00 87 50
E-mail: dirk.hetzel@dah.aidshilfe.de
dirk.sander@dah.aidshilfe.de

Repression ist kein geeignetes Mittel der Prävention

Aus fachlicher Sicht unterstützen wir die Auffassung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 120. Bundesweiten Positiventreffens, die am 20. Juni 2007 eine Resolution zum Thema „HIV/Aids: Repressive Maßnahmen behindern die Prävention“ verabschiedet haben.